Zusammenkommen ist ein Beginn,

Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,

Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

(Henry Ford)

Geschichte der Selbsthilfegruppe

Am 15. Dezember 1998 trafen sich in der Gaststätte “Weintraube” in Niesky Hörbehinderte, die den feierlichen Akt der Gründung der Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Niesky vollzogen. Mit damals neun interessierten Bürgern und eingeladenen Gästen wurde eine Konzeption verabschiedet, ein arbeitsfähiger Leitungskopf benannt und ein Arbeitsplan verabschiedet.

Den Betroffenen war klar, dass mit der Gruppengründung keine Garantie für das Bestehen der SHG gewährleistet war, denn nun hieß es, sich als Kollektiv kontinuierlich zu formieren, sich gegenseitig Achtung und Vertrauen entgegenzubringen.

Der Spruch von Henry Ford wurde zum Leitmotiv der Gruppe.

In all den Jahren hat sich die Gruppe gefestigt und zusammengehalten. Es sind mehr Betroffene gegangen als Neue hinzukommen. Gegangen sind sie in der Regel nicht, weil es ihnen in der Gruppe nicht gefiel, sondern es waren eher unfreiwillige Austritte durch den Tod. Dennoch wurde die Gruppengröße von 25 Mitgliedern konstant gehalten, die Partner der Gruppenmitglieder fühlen sich ebenso als Betroffene und sind inzwischen als fester Bestandteil bei den Aktivitäten dabei.

2018 feiern die Nieskyer ihr 20-jähriges Gruppenbestehen und sind darauf sehr stolz. Die Gruppe fungiert wie eine kleine Familie. Die regelmäßigen monatlichen Treffen werden nicht immer von allen 25 eingetragenen Mitgliedern aufgesucht, es gibt jedoch einen festen Kern, für den die Gruppenarbeit lebenswichtig geworden ist. Es werden Fachvorträge angeboten, interessante Gesprächspartner eingeladen, kulturelle Veranstaltungen organisiert oder einfach nur mal bei Kaffee und Kuchen „geklönt“.

Das Zauberwort Selbsthilfe

Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe stehen in ähnlichen Lebenssituationen oder sind von vergleichbaren Schwierigkeiten betroffen. Warum sollen die Leue vereinsamt herumsitzen? Entscheidend ist das Gefühl, irgendwo dazuzugehören.

Mitmachen darf jeder, egal welche Probleme rund um die Ohren vorherrschen. Schwerhörige, Ertaubte, Gehörlose, Hörgeräte- und Implantat-Träger. Menschen mit Tinnitus oder Morbus Meniere – die Gruppe ist offen für Betroffene und deren Angehörige.

Mithilfe der Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Niesky werden Sie aus der Isolation herausgeholt, in der Sie sich aufgrund ihrer Hörbehinderung befinden. Sie können geselliges Beisammensein pflegen und sich z. B. ablenken, weiterbilden und so von individuellen Problemen etwas wegkommen. Unter gleichbetroffenen Menschen können Sie lernen, das Leben wieder lebenswert zu machen, Einsamkeit und Selbstmitleid zu vergessen und feststellen, dass alle fast die gleichen Probleme haben, die mit Gesprächen untereinander, mit Zuhören und Sich-Mitteilen leichter zu bewältigen sind.

Alle Angebote, in denen nicht nur die unmittelbare Behinderung in den Mittelpunkt gestellt werden, stehen betroffenen Menschen frei und kostenlos zur Verfügung: Selbsthilfe ist ein Geben und Nehmen, man kann geben durch seine aktive Mitarbeit – und man kann viele Erfahrungen der anderen mit nach Hause nehmen.

Die Gruppe trifft sich an jedem letzten Mittwoch im Monat von 16:00 – 18:00 Uhr im Jugendzentrum H.O.L.Z.

Neugierig geworden?

Schreibt mir gerne eine E-Mail und ich werde mich alsbald möglich bei euch melden!

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